Was ihr über Keime wissen solltet

Eine kurze Geschichte über die Keimflora

Über Keime habe ich mir früher kaum Gedanken gemacht. Doch es lohnt sich, denn nur, wer informiert ist, kann sich wirksam vor krankmachenden Keimen schützen. 

Nicht alle Keime machen krank. Keime sind erstmal überall, auch in unserem Körper. Der Darm zum Beispiel: Dass unser Essen verdaut wird, verdanken wir auch der Arbeit der Keime dort. Den Begriff Darmflora habt ihr bestimmt schon mal gehört, damit sind die verschiedenen Mikroorganismen (also winzig kleine Lebewesen) gemeint, die in unserem Darm leben. Die Darmflora ist in Ordnung, wenn die Zusammensetzung der Keime im Darm im Gleichgewicht ist. Dann können die Keime nämlich ihre Arbeit tun. Auch auf der Haut gibt es so eine nützliche Keimflora. Wie die Darmflora trägt sie dazu bei, dass wir nicht krank werden.

So können Keime krank machen

Gelegentlich kommt dieses Gleichgewicht aber durcheinander. Zum Beispiel wenn manche Keime sich zu stark vermehren und die nützliche Keimflora zerstören oder wenn krankmachende Keime durch Wunden oder Schleimhäute (z.B. Mund oder Auge) in den Körper gelangen. Krankmachende Keime sind übrigens auch öfter an den Händen zu finden. Überlegt mal, wie viele Gegenstände und andere Menschen ihr den ganzen Tag über anfasst. Wenn ihr dann etwas mit den Händen esst oder euch die Augen reibt, könnt ihr euch mit diesen Keimen infizieren. Besonders, wenn ihr gestresst oder schon gesundheitlich angeschlagen seid, haben Krankheitskeime leichtes Spiel!

Händewaschen senkt die Zahl der Keime radikal

Und genau deswegen sollte jeder auf saubere Hände achten. Auch wenn man gar nicht sieht, dass die Hände dreckig sind, können auf ihnen krankmachende Keime sitzen, die zum Beispiel Erkältungen oder Magen-Darm-Infektionen übertragen. Ein super Mittel gegen diese Keime ist das richtige Händewaschen: Wasser an, Hände nass machen, Seife schön verteilen und dann mindestens 20 Sekunden gründlich die Hände mit Seife einreiben. Danach die Seife abspülen und die Hände gründlich mit einem Tuch abtrocknen – so können wir krankheitserregende Keime wirksam von unseren Händen entfernen. Gut investierte Zeit, würde ich sagen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert Bürgerinnen und Bürger über gesundheitsförderndes Verhalten. Schwerpunkte sind unter anderem die Prävention von Infektionskrankheiten, Suchtprävention, Sexualaufklärung sowie Aufklärung zur Organspende. Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums.

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Das Robert Koch-Institut (RKI) untersucht das Auftreten von Krankheiten und Gesundheitsgefahren und gibt Empfehlungen, wie die Bevölkerung vor Krankheiten geschützt werden kann. Das RKI gehört zum Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums.

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